Selbstbegegnung

Leben statt überleben
In der Regel fällt es uns sehr leicht herauszufinden, was Andere von uns erwarten. Oft kennen wir das Aussen besser, als wir uns selbst kennen. Wir erfüllen Pflichten, halten uns an Normen und Regeln des gesellschaftlichen Zusammenlebens und stellen eigene Bedürfnisse eher hinten an. Vielleicht wissen wir auch gar nicht, was wir eigentlich wirklich wollen und brauchen.

Erlernt haben wir unsere Verhaltensweisen in unserer Ursprungsfamilie aufgrund unserer Bindungserfahrungen mit Mutter und Vater und dem Rest der Familie. Was uns dort angeboten wurde, machte uns zu dem was wir heute sind. Mit allen schönen und weniger schönen Erfahrungen und Erlebnissen.

Die Psyche
Unsere Psyche vermittelt in unserem lebendigen Organismus zwischen Innen und Aussen. Dabei unterscheidet wir zwischen bewussten und unbewussten Prozessen und Vorgängen. Die menschliche Psyche ist für unsere Wahrnehmung der Realität ausschlaggebend.

Das Zitat von Prof. Dr. Franz Ruppert, der sich in seiner Arbeit intensiv mit der Psyche beschäftigt hat und die Anliegenmethode zur Selbstbegegnung entwickelte, zeigt die Unterschiede der Wahrnehmung mit einer gesunden oder einer traumatisierten Psyche auf:

„Eine gesunde Psyche kann unterscheiden zwischen
– Ich, Du und Wir,
– Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft,
– Wahrnehmungen und Projektionen,
– Innen und Außen,
– liebevollem Sein und unerfüllbaren Sehnsüchten
– sinnlicher Lust und sexuelle Gier,
– Realitäten und Illusionen,
– Machbarem und Unerreichbaren,
– Leben, Überleben und Tod.
Sie ist in sich glücklich und wünscht auch Anderen dieses Glück.

Eine traumatisierte Psyche wehrt sich
– gegen Selbsterkenntnis,
– indem Sie sich auf das Außen fixiert,
– sich im Reden,
– im Aktionismus und
– im Kämpfen verliert.
Sie betäubt sich selbst und fördert täglich ihr eigenes Unglück.“

Ob wir eine gesunde Psyche haben oder ob wir in unser Psyche verletzt wurden, lässt sich auf die Bindungs- und Beziehungsfähigkeit unserer Mutter wie auch unseres Vaters zurückführen. Vor allem die Qualität der mütterlichen Bindungsfähigkeit vom Moment der Zeugung an prägt unser Selbstbild und unsere Selbstwahrnehmung und bildet das Fundament unserer ersten zwischenmenschlichen Erfahrungen in dieser Welt. Diese sind ausschlaggebend dafür, ob wir uns liebenswert und angenommen fühlen oder abgelehnt.

Wenn Verletzungen, vor allem in sehr frühen Phasen unseres Daseins passiert sind, können diese nicht mehr von unserer bewussten Erinnerung abgerufen werden, da es das Merkmal von Traumatisierungen ist, dass diese Anteile abgespalten und verdrängt werden. Sie wirken aber dennoch aus dem Unterbewusstsein heraus und prägen in entscheidendem Masse unser Verhalten, Erlebnisse und Entscheidungen.

Drei Arten der Selbstbegegnung
Gruppenselbstbegegnung
Bei der Selbstbegegnung helfen andere, sogenannte Resonanzgeber den Anliegenaufsteller seine Geschichte zu verstehen und seine Gefühle und gespaltenen Anteile in die richtige Ordnung zu bringen. Damit können sich die Anteile in die Gesamtpersönlichkeit integrieren und dem Anliegenaufsteller wieder mehr Kraft und Klarheit zur Verfügung stellen. Kraft die sich ansonsten oft gegen den Einbringer richtet. Weil diese Anteile von aktuellen Lebenssituationen ausgelöst werden und sich dann diese Anteile selbständig machen und die damals erfolgreichen Überlebensstrategien die Regie übernehmen – oft ändern sich die umstäden aber im Laufe des Lebens, dadurch ist es meißtens so ,das die Reaktionen dann nicht mehr angebracht sind und oft die reale aktuelle Situation noch schlimmer machen können.

Einzelselbstbegegnungen
Bei der Einzelselbstbegegnung stellst Du dein Anliegen mit Hilfe des Begleiters auf.
Du legst die Wörter auf Bodenanker und spürst bei jedem Anker was dahiner steckt. Der Begleiter hilft Dir bei der Deutung der Informationen und stellt sich auf Wunsch auch auf den Anker um dir zum Beispiel Auskunft zu geben bei Ankern wo Du noch nichts wahrnehmen kannst.

Telefon oder Onlinemethode
Gruppen und Einzelbegegnungen können natürlich auch Online gemacht werden. Einzelbegegnungen gehen auch wunderbar mit dem Telefon.

Lebendige Beziehungen mit uns und anderen
Die Selbstbegegnung, als eines unserer Angebote, soll einen sicheren Raum ermöglichen, in welchem wir unsere eigene Wahrheit herausfinden können, verlorengegangene Anteile wiederfinden und auch die Verletzungen heilen dürfen. Dazu arbeiten wir mit der Anliegenmethode nach Prof. Dr. Franz Ruppert.

Das Ziel ist es, daß wir immer mehr zu uns selbst kommen können, unsere Bedürfnisse viel besser spüren, es schaffen, unsere Ziele zu verwirklichen und gute, lebendige Beziehungen mit uns selbst und anderen führen können. Unsere körperliche und psychische Gesundheit braucht wohlwollende, verständnisvolle und liebevolle Beziehungen.

Dabei wollen wir, Ralf und Lydia, Dich sehr gerne begleiten. Schreib uns doch eine Nachricht.