Was tut mir gut?

Kannst du gut erspüren, was richtig ist für dich? Kannst du dich auf dein Gefühl verlassen? Wie gross ist deine Gefühlsbandbreite? Welche Arten von Gefühlen kennst du in dir? Hast du dir schon mal überlegt, was der Unterschied zwischen einem Gefühl und einer Emotion sein könnte? Hast du Bedürfnisse, die nicht erfüllt werden? Kennst du alle deine Bedürfnisse?

Gefühle

  • Trauer
  • Freude
  • Schmerz
  • Liebe
  • Wut
  • Hass
  • Einsamkeit
  • Erfülltheit
  • Ganzheit
  • Lust
  • Abneigung

Wie fühlst du dich gerade?

Bedürfnisse

Was ist ein Bedürfnis? Welche Bedürfnisse kennst du?

  • Schutz
  • Gemeinschaft
  • Liebe
  • Gewollt sein
  • Genährt sein
  • Sex
  • Ruhe
  • Ausgelassenheit
  • Freundschaft

Welches Bedürfnis hast du jetzt in diesem Moment?


Gefühl versus Emotion

Möglicherweise hast du dir schon mal die Frage gestellt, warum wir zwei Begriffe im Deutschen für den Vorgang des Fühlens haben. Gefühl und Emotion. Sucht man in Fachliteratur oder im Netz findet man unterschiedliche Definitionen, aber auch ein wenig Uneinigkeit in Bezug auf die Unterscheidung von Gefühl und Emotion.

Die Frage ist, warum sollte man sich zu dieser Problematik Gedanken machen?

Unterschiedliche Stimmen in uns
Die Auseinandersetzung mit dieser Frage ist deshalb so spannend ist, da es in unserem Innenleben unterschiedliche Qualitäten zu geben scheint. Möglicherweise hast du schon mal wahrgenommen, dass es eine Vielzahl von Stimmen in deinem Inneren gibt. Da ist die „Bauchstimme“, die vielleicht ganz leise grummelt? Und der plappernde Verstand, der immer alles ganz genau untersucht und sehr kritische Dinge sagt. Und vielleicht gibts da auch die Stimme deines Herzens, die zart und leise fühlt. Oder irgendeine wütende Stimme, die laut aufjault?

Unterscheidung zwischen Emotion und Gefühl

Wenn wir nun in den Gefühlsbereich wechseln, stell dir folgende Gegebenheit vor: Du hattest in deinem Leben in deiner Vergangenheit emotional einschneidende Erlebnisse, vielleicht welche, die mit einer grossen Angst verknüpft waren. Diese Erlebnisse waren damals überwältigend und diese musste dein Bewusstsein abspalten und in den Bereich des Unterbewusstseins zurückdrängen. Diese alten Gefühle, weil sie nicht verarbeitet wurden, sind aber immer noch in deinem System präsent und es gibt vielleicht Situationen, die als Trigger funktionieren, die diese alten Gefühle wieder aufflammen lassen. Und sie fühlen sich ganz echt und wahr an, so als ob sie gerade im hier und jetzt entstanden wären.
Tatsache ist aber, dass der Ursprung dieser alten Gefühle in die Vergangenheit gehören, aber einfach nie verarbeitet werden konnten. Diese alten Gefühle würde ich als Emotion bezeichnen, da sie uns immer wieder „bewegen“ und aber uns in Richtung Vergangenheit ziehen.
Deine aktuellen, aus dem Moment heraus entstehenden Gefühle, die vielleicht gerade bei dem Lesen dieser Zeilen neu entstehen, haben eine andere Qualität und entsprechen dem aktuellen Geschehen, sind verankert ins Jetzt. Deine Gefühle haben also immer einen Bezug zum jetzigem Moment. Es findet keine Bewegung auf der Zeitachse statt.

Warum sich aber mit dieser Frage beschäftigen?
Haben wir viele unbewusste Emotionen in uns, hindern uns diese sehr oft daran, den wirklichen Moment, in dem unser Leben stattfindet, wahrzunehmen und geniessen zu können. Stattdessen triggert uns ein unverarbeitetes Erlebnis aus der Vergangenheit und wir wissen aber vielleicht gar nichts über diesen Trigger, da wir die Unterscheidung zwischen Gefühl und Emotionen so noch nie in uns gemacht haben. Diese Trigger lassen uns fast wie „ferngesteuert“ auf Dinge reagieren, so als ob wir darauf gar keinen Einfluss hätten. Möglicherweise werden wir besonders aggressiv und übererregt oder wir fallen in einen dissoziativen Zustand, der unser Leben immer wieder schwierig macht. Das lässt uns zunehmend immer handlungsunfähiger werden und gibt uns nicht das Gefühl, unser Leben nach unseren Wünschen gestalten zu können. Schwierig wird es vor allem dann, wenn diese Trigger in den relevanten Bereichen unseres Lebens uns immer wieder aus der Bahn werfen.

Daher frage dich doch mal

Mag es sein, dass mein „aktuelles“ Gefühl mit einer Situation in meiner Vergangenheit verknüpft ist und ich etwas fühle, was alt ist? Kann es sein, dass sich dieser Zustand immer unter den gleichen Umständen wiederholt? Kann es sein, dass ich in Bezug auf diese Emotion einen Trigger habe, der mir bislang so gar nicht bewusst war? Beobachte dich doch mal, wie sich das bei dir so zeigt.

Falls du diese Fragen genauer untersuchen willst und du dir die unbewussten Umstände bewusst machen willst, kann dir eine Selbstbegegnung mit der Anliegenmethode sehr wertvolle Hinweise geben.